Boxdorfer können feiern

Wir Boxdorfer können feiern775 Jahre Boxdorf

775 Jahre Boxdorf vom 18. bis 20. August 2017

 

Was für ein Fest! Mit 6.000 bis 10.000 Besuchern hatten wir gerechnet. Alleine 12.000 Zuschauer hatten wir zum Festumzug begrüßen dürfen. Insgesamt verfolgten an allen drei Tagen deutlich über 20.000 Gäste unser Fest. Wahnsinn!!!

 

Wirklich toll, wie die Grundstücke geschmückt wurden, die Strohpuppen überall, die Wimpel, in allen Formen und Materialien gebastelte 775-Schilder. Ein wunderschöne Atmosphäre. Vielen Dank allen Anliegern für die Gestaltung und den vielen Frauen, die die Wimpel genäht hatten, sowie den armen Männern, die ihre letzten Hemden dafür hergeben mussten.

 

Große Klasse auch die beiden Lager: das Mittelalterlager 1242 und das Biwak 1813. Wer hat so etwas schon, und beide machten richtig Betrieb. Alle Besucher erzählten sich wie weit sie beim Hammerwerfen der Ritter kamen oder wie die Trommler des Lützow´schen Freicorps durchs Dorf zogen.

 

Auch das Wecken mit Kutsche und Trompete am Sonnabend sowie durch die erwähnten Trommler am Sonntag gehört zu einem solchen Fest.

 

Los ging es am Freitag mit dem Historienspiel der Kurfürst-Moritz-Schule. Nach der Eröffnung durch den Schirmherren Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler MdL und Bürgermeister Jörg Hänisch zeigten die Schüler das Stück "Wettinerinnen in Boxdorf". Mit einem Fackelzug zogen wir dann gemeinsam zum Dorfplatz. Das Dresdner Akkordeonorchester spielte noch auf dem gefüllten Platz, doch dann trübte sich der Himmel ein. Der Westerntanz mit dem BTC Moritzburg hatte auch noch Glück, dann aber kam der Regen und wie. Die Band "Die Rumtreiber" und der Posaunenchor Berbisdorf kämpften tapfer, aber wir mussten abbrechen. Unser leidgeprüfter DJ Jörn Helbig musste seine Technik in Sicherheit bringen, Duschen musste er nun nicht mehr. Gott sei Dank ist nichts passiert. Nun ging es in die geöffneten Höfe. Gottfried Pietzsch hat hier richtig was auf die Beine gestellt. Klasse! Die "Jugend" hatte ihren Spaß im Festzelt mit DJ Andreas Riedel, der das Zelt bis in den frühen Morgen rockte. Der Regen störte hier niemanden. 

 

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Hier ein Video zum Fest. 

Vielen lieben Dank dem fleißigen Filmer Marco Huber von Landurio.de/ Radebeul.TV

Und noch einer aus dem Wochenkurier

Boxdorf feiert 775 Jahre

Moritzburg. Boxdorf feiert vom 18. bis 20. August seinen 775. Geburtstag. Der ortsansässige Heimatverein hat ein umfangreiches Programm für die ganze Familie auf die Beine gestellt, darunter auch einen Festumzug mit 300 Teilnehmern.

Freuen sich auf´s Wochenende und schönes Wetter (v.l.): Rositta Richter, Seven Richter, Burkhard Hartung und Tina Bauschke am Nachbau der Boxdorfer Mühle, die 2014 zum Tag der Sachsen entstand. Klempnermeister Sven Richter steckte über 80 Stunden Arbeit in die Alu-Mühle. Foto: Schramm

Es war nur ein kleiner Hinweis auf einen Weg, der von Trachenberge nach Boxdorf führt, genau genommen nach Bokoisdorph. Die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Moritzburger Ortsteils ist datiert auf das Jahr 1242. 775 Jahre später wird das ordentlich gefeiert. Zwei Jahre haben die fleißigen Mitglieder des Heimatvereins in die Vorbereitung gesteckt.

Einer der Höhepunkte ist der Umzug am Sonntag, 14 Uhr. „Rund 300 Mitwirkende aus Boxdorf und Umgebung zeigen 59 Bilder aus der Geschichte bis in die Gegenwart“, sagt Burkhard Hartung vom Heimatverein Boxdorf e.V.. Der Startschuss für das Festwochenende fällt am Freitag, 17 Uhr an der Kurfürst Moritz Schule. Danach steigt dort das Historienspektakel „Wettinerinnen in Boxdorf“. Für den Abend haben sich u.a. das Dresdner Akkordeon-Orchester und der „Posaunenchor Berbisdorf“ angekündigt.

Samstag und Sonntag wartet u.a. der große historische Handwerkermarkt am Gasthof auf Besucher. „Buchdrucker, Glasbläser und Blumenbinder noch zu finden, war alles andere als einfach“, lacht Rositta Richter vom Heimatverein. Außerdem öffnen einige Boxdorfer Höfe ihre Tore. Eine weitere Besonderheit sind die beiden historischen Lager. Napoleons Truppen beziehen auf der Wiese neben der Turnhalle Stellung. Das mittelalterliche Zeltlager wird neben der Kita „Kleeblatt errichtet“. "Boxdorf war aufgrund seiner exponierten Lage oberhalb von Dresden stets für Militärstrategen interessant", weiß Hartung.

„Unglaublich viele Vereine sind das Wochenende dabei. Selbst die FFK-Waldteichfreunde haben zugesagt“, freut sich Organisatorin Tina Bauschke. Weil zum Schluss doch noch Geld übrig war, gibt es am Samstagabend, 22 Uhr, ein großes Feuerwerk. Übrigens: Boxdorf stammt von „Pokoj“, was so viel heißt wie das "Dorf des Zimmermanns".

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