Winteraustreiben 2026
Mittlerweile starten wir die 4. Auflage des Winteraustreibens, langsam entwickelt sich eine Tradition. Doch was steckt hinter diesem Fest? Was wird hier gefeiert?
Der Ursprung ist uralt. Damit natürlich auch die Ausgestaltung. Von einem vorchristlichen Fruchtbarkeitsfest, über christliche Darstellungen einer Predigt bis hin zu einem Freudenfest über die beginnende wärmere Jahreszeit.
Dem Winter soll der Garaus gemacht werden. Er wird durch eine Strohpuppe dargestellt. Es beginnt mit einem Umzug, der Winter wird quasi zum Richtplatz geführt. Dort feiert man bereits an einem großen Feuer. Nun streiten sich Winter und Sommer (dargestellt durch einen Sonnenkranz oder ein Kleid von Efeu oder anderem grün). Es gewinnt natürlich der Sommer, der Winter muss weichen und landet im Feuer.
Im Evangelium des Donnerstags nach Laetare (4. Fastensonntag) wird berichtet, wie Jesus einen jungen Mann, der zuvor durch ein Stadttor nach draußen getragen worden war, wieder zum Leben erweckt. Der Tod wurde aus dem Dorf getragen. So wurde in der Mitte der Fastenzeit auf die Auferstehung zu Ostern hingewiesen. In Boxdorf zeugen die „Todpfützen“ und die „Todtwiese“ als Flurbezeichnungen noch von diesem Ritus hier vor Ort.
Am 14. März, also am Samstag vor Laetare, wollen wir diesen Brauch fortsetzen. Treffpunkt ist um 18:00 Uhr an der Turnhalle zum Lampionumzug. Dort wartet auch der Winter als Strohpuppe, der nun auf einem Handwagen mit viel Licht und Lärm zur Mühle gefahren wird. Also bringt alle Laternen oder Fackeln mit, Rasseln, Trommeln oder nur Hölzer zum Aufeinanderschlagen. Es soll ordentlich Krach gemacht werden.
An der Mühle warten schon alle anderen. Hier wird gefeiert, die Kinder der „Tanzmühle Boxdorf“ tanzen um das Feuer. Jetzt kommt das Streitgespräch zwischen Winter und Sommer. Anschließend wird der Winter als Strohpuppe ins große Feuer geworfen und verbrannt. Auch die mitgebrachten Fackeln und Hölzer können nun im Feuer landen.
Anschließend gibt es beim geselligen Zusammensein leckeres Essen und Getränke je nach Wetterlage. Schon jetzt bedanken wir uns bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Boxdorf für die Sicherheit und die Betreuung des Feuers sowie bei der „Hütte“ für die Betreuung der Technik am Abend. Wir freuen uns!
Wer mehr wissen möchte, kann hier nachlesen.
