Advent an der Mühle 2025
Fünfter Platz der beliebtesten Advents-Märkte im Landkreis???
Lange hatte der „Advent an der Mühle“ eine Zeitungsumfrage für den beliebtesten Adventsmarkt im Landkreis angeführt. Kurz vor Schluss dann der rasante Wechsel, woher auch immer. Was soll’s, keiner der genannten Märkte hatte mehr Besucher als wir, keiner existiert schon so lange, keiner hatte soviel Unterstützung der örtlichen Vereine und… wir sind auf jeden Fall der höchstgelegene Adventsmarkt im Landkreis – ganz zu schweigen von der herrlichen Mühlenkulisse.
Eingestimmt wurden die Boxdorfer bereits zum ersten Advent: vom Dorfplatz über die Schule bis zur Mühle erstrahlte der Ort in weihnachtlichem Lichterglanz. Dank an den
Kameradschaftsverein der Feuerwehr für die Spende der Sterne und der Fa. Elektro-Kirschner fürs Aufhängen an der alten Eiche, dem Fuhrunternehmen Breuer für das krangestützte Hochhieven unseres Schwibbogens auf den Schulbalkon, den fachkundigen Mitgliedern für den Herrnhuter Stern, den Weihnachtsbaum und den bunten Lichterketten an der Mühle sowie allen Helfern, damit alle Lichter gleichzeitig die Adventszeit in Boxdorf sichtbar werden ließen.
Vielleicht war die Platzierung in der Zeitungsumfrage und der dazugehörende nette Artikel Ansporn zum Mithelfen. Noch nie waren wir so viele Helfer. Der Kameradschaftsverein der FFW und der Jugendclub „Die Hütte“ hatten ihre Mitglieder mobilisiert und den Heimatverein bestens unterstützt. Danke euch allen. Das Wetter stimmte, die Stimmung passte, früh waren wir vorbereitet, also konnte es am Sonnabend entspannt beginnen.
Als einziger Markt in der Region mit großer Bühne, hatten viele lokale Ensembles ihr Können auf der Bühne dem Publikum beweisen können. Los ging es mit der Smalband Moritzburg. Seit über zwei Jahren spielen die Kinder und Jugendlichen schon zusammen. Instrumentenvielfalt und toller Gesang machen den gekonnten Bigband-Sound aus. Wer Interesse hat, hier mitzuspielen, kann sich gern an uns wenden; wir leiten es weiter.
Erstmals war das Kinderblechbläserensemble Moritzburg der Musikschule des Landkreises Meißen auf der Bühne. Mit absolut perfektem Klang versetzten sie die Zuhörer ins Staunen. Hoffentlich sehen wir uns im nächsten Jahr wieder. Die Kinder der Tanzmühle Boxdorf verzauberten mit fleißig einstudierten Tänzen, super Choreografie, wunderschönen Kostümen und weihnachtlichem Gesang. Schon auf über 20 Tänzerinnen ist die Gruppe mittlerweile angewachsen. Schön, dass wir wieder so eine tolle Truppe im Ort haben.
Mit historischem Gefährt erreichte nun der Weihnachtsmann das Festgelände. Auf der Bühne dankte und belohnte er die fleißigen Tänzerinnen,
begab sich an seinen „Arbeitsplatz“ vor dem Vereinshaus und machte die Bühne frei für den Puppenspieler Jens Hellwig. Bei „Kaspar und der Räuber Karasek“ leuchteten die Kinderaugen, sie warnten lautstark vor Gefahren und lachten herzlich. Bei so viel Begeisterung ist doch klar, dass das Kasperletheater schon zur Tradition bei uns geworden ist.
Nun ging es besinnlicher mit dem Programm weiter. Der Posaunenchor Reichenberg ist schon seit 31 Jahren fester Bestandteil unseres Advents, d.h. sie haben 68 Jahre nicht in Boxdorf gespielt, denn 2026 feiern sie ihr einhundertjähriges Jubiläum. Vom kräftigen Bläserchor zum ältesten Verein in Moritzburg, dem Männergesangsverein Liederkranz 1889, der ebenfalls von Beginn an unser Programm bereichert. Beide Chöre versetzten den gesamten Platz mit ihrem besinnlichen Vortrag in vorweihnachtliche Stimmung.
Die Abteilung Linedance der Hobbytanzgruppe Moritzburg bewies, dass auch ihr Tanz zu fetzigeren Klängen das Publikum mitreißen kann. Den Abschluss und somit auch Höhepunkt des Familiennachmittages bildete wieder eine Schülerband der Kurfürst-Moritzschule mit moderneren Rhythmen und gefeiertem Vortrag, sodass eine Zugabe gefordert wurde. Danke allen Mitwirkenden für das großartige Programm, das fleißige Üben und den Mut zum Vortrag. Dank auch der Technik für das mehr als professionelle, störungsfreie Ausstatten des Festgeländes.
Jetzt hieß es Bühne frei für den DJ zur großen Aprés-Ski-Party. Bis 23 Uhr feierte der ganze Platz ausgelassen mit Schlager-Udo. 29 Jahre sind wir ohne Aprés-Ski-Party ausgekommen. Wir hatten immer ein gutes Programm für die Kleinsten, die Kinder, Eltern, Oma und Opa, für jeden war etwas dabei. Nur für die Jugendlichen nicht. Wir wollen aber wirklich jeden an den Ort binden. Es ist besser, die Jugendlichen feiern bei und mit uns, als in der Ferne. Klar, die Party war nicht mit der besinnlichen Musik bespielt, wie tagsüber, aber anderes Publikum – andere Musik. Sicherlich hat die laute Musik den einen oder anderen gestört. Aber es ist doch schön zu wissen, dass unsere Kinder hier im Ort unterhalten werden. Dafür gehen wir als Verein auch mal unkonventionellere Wege und
möchten uns für das Verständnis bedanken.
Gefreut hatte uns die erstmalige Teilnahme des TSV. In einer unserer Hütten zeigte man Präsenz und beteiligte sich am Plätzchenverkauf und weiteren Köstlichkeiten. Mehr Erfahrung hatten bereits die 10. Klassen der KFM-Schule. Sie waren zum zweiten Mal dabei. Schon professionell mit Popcorn-Maschine oder Zuckerwatte, mit Bauchladen und jede Menge selbst Hergestelltem. Hoffentlich hatte sich der ganze Aufwand für die Klassenkasse gelohnt. Alle Beteiligten schmückten ihre Hütten, Pavillons und Stände wunderbar festlich. Die vielen Lichterketten und Beleuchtungen hatten das gesamte Areal weithin sichtbar in ein glitzerndes und funkelndes Gewand gekleidet.
Unser Weihnachtscafé diente nicht nur zum Aufwärmen. All die fleißigen Kuchenbäckerinnen hatten sich großen Dank verdient. Mehr Anerkennung als das „Verputzen“ aller Torten und Kuchen gibt es ja nicht. In der schön geschmückten Schülerbühne konnte gebastelt werden und man durfte das Filzen erlernen. Traditionelles Handwerk gab es auch im Vereinszimmer. Das Klöppeln hat eine lange Tradition. Überall, ob draußen, in der Mühle, im Vereinszimmer oder in der Schülerbühne, war weihnachtliches Treiben zu bewundern. Über 2.000 Besucher hatten sich an diesem vielfältigen Angebot erfreut.
Was wäre der Advent ohne Glühwein, Bratwurst und Co? Der Kameradschaftsverein der FFW Boxdorf, der Jugendclub „Die Hütte“ und der Heimatverein Boxdorf hatten fleißig gekocht, gebrutzelt, gegrillt und sich bei den Getränken jede Menge einfallen lassen. So viel Abwechslung im gastronomischen Bereich hatten wir noch nie. Bis 23 Uhr konnte kräftig probiert werden. Etwa 40 Helfer waren von allen Vereinen im Einsatz. Jetzt noch bissl aufräumen und dann nach fast 15 Stunden endlich ins Warme. Auch wenn es schwerfiel, am Sonntag musste alles wieder abgebaut, geschleppt, gereinigt und verstaut werden. Riesendank all den fleißigen Helfern. Schön, dass sich Feuerwehr, Hütte und Heimatverein für dieses schöne Fest zusammengefunden haben.
Nochmal zum Nachfeiern oder für die, die nicht dabei sein konnten hier unser Video vom Fest:
Wer Lust und Interesse hat, bei den Festen mitzuwirken, an unseren Stammtischen die Geselligkeit genießen, sich an der Gestaltung des Museums beteiligen möchte oder auch im Natur- und Denkmalschutz seine Bestimmung sieht, schaut mal hier.
Wir wünschen allen Boxdorfern, Freunden und Mitgliedern ein fröhliches, friedliches und vor allem gesundes Neues Jahr.
Und hier noch mehr Bilder

